| Galerie Kai Hoelzner | |||
If You Can't Stand the Heat, Get Out of the Kitchen mit/with: Andreas Gehlen, Stephan Gripp, Phillip Maiwald, Uwe Schinn March 7th - April 4th 2009
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Invitation card "If You Can't Stand the Heat, Get Out of the Kitchen", 2009, Galerie Kai Hoelzner
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installation view "If You Can't Stand the Heat, Get Out of the Kitchen", Galerie Kai Hoelzner, 2009
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Installation view "Haus der Mitte", Galerie Kai Hoelzner, 2008
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installation view "If You Can't Stand the Heat, Get Out of the Kitchen", Galerie Kai Hoelzner, 2009
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Stephan Gripp "L' important c'est la rose", mixed media, 60 x 60 x30 cm, 2009
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Phillip Maiwald "Froh wie seine Sonnen fliegen", acrylic on canvas, 110 x 100 cm, 2009
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Phillip Maiwald "Froh wie seine Sonnen fliegen", acrylic on canvas, 110 x 100 cm, 2009
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Andreas Gehlen, Stephan Gripp, Uwe Schinn "Kitchen" (detail), mixed media, 2009
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If You Can`t Stand The Heat, Get Out Of The Kitchen “After a long silence Heilmann spoke, saying that works like those of Pergamon should always be reinterpreted, until an inversion is achieved and the terrigena have been awoken from darkness and slavery, and show themselves in their true form.“ One of the most interesting developments of recent history has been the achievement of, if not the sovereignty of discourse, then at least cultural sovereignty by the class that in earlier decades could still have been called “the proletariat”. It was not, as described by Peter Weiss in Asthetik des Widerstands, the difficulty of doing evening courses and learning Kafka, Greek, Guitar or Guernica after a long shift in the factory, but the ahistorical adoption and reuse of images and so-called attitudes that smoothed the way to the Mount Olympus of contemporary culture. This can be seen in the terrigena's participation in the cultural production process today no longer being based on their revolt against political and cultural disenfranchisement, but on the extrinsic pleasure principle described in long passages of Peter Weiss' book. It is not agonising over culture or education that became the hammering and chiselling that leads to a self-determined malleable social form, but body image and celebrity culture. These have proved to be more effective and above all available tools for wresting culture from the hands of “those in power”.
If You Can`t Stand The Heat, Get Out Of The Kitchen "Und nach längerem Schweigen sagte Heilmann, daß Werke wie jene, die aus Pergamon stammen, immer wieder neu ausgelegt werden müßten, bis eine Umkehrung gewonnen wäre und die Erdgeborenen aus Finsternis und Sklaverei erwachten und sich in ihrem wahren Aussehen zeigten." Eine der interessanteren Wendungen der jüngeren Geschichte war das Erringen der, wenn nicht Diskurs-, so doch Kulturhoheit durch jene Klassen, die in früheren Jahrzehnten noch als "das Proletariat" durchgegangen wären. Anders als von Peter Weiss in der Ästhetik des Widerstands beschrieben war es nicht die Härte, nach einem langen Arbeitstag in der Fabrik noch Abendkurse auf der Volkshochschule zu besuchen, um sich dort Kafka, Griechisch, Gitarre oder Guernica drauf zu schaffen, sondern die ahistorische Aneignung und Nachnutzung von Images und sogenannten Haltungen, die den Weg in den Olymp der zeitgenössischen Kulturen ebnet. So gründet sich die Teilhabe der "Erdgeborenen" am Produktionsprozess der Kultur heute nicht mehr auf deren Erhebung gegen politische und kulturelle Bevormundung, sondern auf einem Peter Weiss' Buch über weite Strecken fremden Lustprinzip. Nicht das Ringen um Kultur und Bildung wurde zu jenen Hämmern und Meisseln, mit denen sich eine selbstbestimmte soziale Plastik formen ließ, sondern Körperkult und Celebrity-Kultur. Diese haben sich als wirksamere und vor allem verfügbare Werkzeuge erwiesen, um "den Herrschenden" die Kultur aus den Händen zu reißen. Die Ausstellung "If you can't stand the heat, get out of the kitchen" transferiert den Giganten-Fries des Pergamon-Museums in die Galerieräume am Kottbusser Tor. Mit dem als Tapete an der Wand hochgezogen Fries übernimmt sie die Strategie des trans-historischen, imitierenden Zugriffs auf Bilder. Weißbeschichtete, aus Möbelbauplatten nachgebaute Küchenschränke laden das dekontextualisierte Material mit neuen Mythen auf, deren Subtext von der in der Rosenthaler Straße gelegenen Küche Hans Coppis im Jahr 1937 bis zurück zu den Quadern des Burgbergs von Pergamon, denen über Jahrhunderte Köpfe und Glieder abgeschlagen wurden, um sie als Baumaterial für Häuser zu verwenden. Wo Elemente des Frieses fehlen, wird das Unvollständige durch eigene Bilder oder Reliefs ersetzt. |
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